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ungarischemaskeWir waren dieses Jahr im Urlaub zwei Wochen in Horkany in Ungarn. In Südungarn, genauer gesagt. Im Unterschied zu meinem letzten Ungarnurlaub habe ich dieses Mal keine Landschaftsbilder gemacht (von einer, kleinen Ausnahme abgesehen). Ich wollte eher abstrakt arbeiten und so ist als eines der ersten Bilder die „ungarische Maske“ entstanden. In den ungarischen Nationalfarben, nur aufgelockert durch das Ultramarinblau, dass auch die ungarischen „Blaumacher“ (genauer gesagt: die Blaufärber) verwenden. In dieser alten Handwerkstradition entstehen die ungarischen Trachten. Vier Blaumacher gibt es noch in ganz Ungarn. Wir haben einen davon besucht und ich war tief beeindruckt.

(Acryl auf Papier, 36×48 cm, Privatbesitz)

Weil mir diese Maske zu flach erschien, habe ich in der zweiten Version mit Verläufen gearbeitet und das Gesicht der Maske weiter aufgelöst.
Deutlicher als in der Vorgängerversion ist das Blaumacher-Muster zu erkennen, diesmal auf den blauen Augen, die kugelförmig ausgearbeitet sind. Dass der geteilte Mund ein bisschen wie Paprika aussieht, ist nicht beabsichtigt – aber „Hakuna Matata“, wie der Ungar sagt ….

Die Farben sind hier brillianter geworden, weil ich auf Leinwand gemalt habe – der Leinwandblock ist ziemlich praktisch, weil er nicht soviel Platz weg nimmt wie Keilrahmen, man aber dennoch einen vernünftigen Malgrund hat.

In der Gegend von Villany gibt es eine ehemalige Künstlerkolonie, in einem Steinbruch, in der einige sehr beeindruckende Werke stehen. Das hat mich inspiriert zur dritten Version meiner ungarischen Maske, die mir ziemlich surrealistisch geraten ist. Dali stand allerdings nicht Pate, auch wenn es so aussieht. Im wesentlichen ging es mir dabei, auszuprobieren, wie man dreidimensionale Objekte verfremdet auf die Leinwand bekommt. Das ist mir glaube ich auch gelungen. Auch wenn das Bild alles andere als alla prima entstanden ist ….

(Acryl auf Leinwand, 36 x 48 cm)

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