Monday, February 8. 2010
 Das dritte Kalenderblatt für 2011. Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. Unsere Schiffe gehen unter, aber wir gehen erst einmal baden - und das ist gut so...
Sunday, February 7. 2010
 Das zweite Kalenderblatt für 2011. Der Kampftag der Arbeiterklasse ist der erste Mai. Aber nicht alle können oder wollen daran teilhaben. Die Spaltung ist tief.
Saturday, February 6. 2010
 Das erste einer Serie, aus dem ich eine Kalender-Edition für 2011 machen will.
Der April macht was er will: Mal geht die Konjunktur nach oben, mal nach unten. Mal klettert man, mal fällt man in die Arbeitslosigkeit, wenn die Konjunktur-Blubberblasen platzen.
Thursday, February 4. 2010
 Das Thema heisst nicht nur Bodyscanner. Der Einzelne: ausgeliefert, ausgegrenzt, ausgebeutet - oder: entkleidet von Unterordnung, Bevormundung und Zwang?
So das Thema der Ausstellung im Kunst-Pavillon München 2009.
 Nie war der Mensch nackter als heute: Kaum mit einem Hemd bekleidet landet er als Flüchtling auf dem europäischen Kontinent. Und die, die schon da sind, werden ausgezogen, unter den Nacktscanner gestellt, mit biometrischen Techniken und Hartz-IV-Kontrolleuren entblößt. Gleichzeitig sind die Chancen für die Emanzipation des Einzelnen von dem Korsett gesellschaftlicher Unterordnung so groß wie noch nie in
der Geschichte. Die Ausstellung "Der nackte Mensch" im Kunstpavillion München arbeitet diesen
dialektischen Gegensatz künstlerisch auf. Ich habe dazu einen Linolschnitt gemacht - erst einen Entwurf, dann das Original.
Das Original ist jetzt sehr viel grösser als die 30 x 15 Zentimeter, die dieser Drei-Farben-Schnitt gross sind. Nämlich 2 x 1 Meter.
Thursday, February 4. 2010

Eine neue Art des Holzschnitts für mich: Rund 50 Zentimeter hoch und jede Seite zirka 20 Zentimeter dick ist der Block aus Lindenholz gewesen, den ich mir bei Boesner besorgt habe. Darauf habe ich eine Nachfolge-Version meiner "Schönen neuen Internet-Arbeitswelt" geschnitten und fortlaufend diesen gesamten Block insgesamt zweimal abgedruckt. Herausgekommen ist dieser Fries.
In einem weiteren Schritt will ich das Ding noch länger - 210 Zentimeter - machen und auf Stoff drucken. Aber zunächst müssen alle Bilder fertig werden, die ich für mein Buch schneide, das ich in eigenem Verlag unter dem Titel "Zwei halbe Leben - 40 Jahre Weltkreis Literatur der Arbeitswelt" herausgeben werde. Website und Buch macht Manuel, mein Drittältester. Erscheinungstermin soll spätestens im März sein, deswegen habe ich zur Zeit wenig von derselben....
Monday, February 1. 2010
 "Arm und Reich" heißt die Ausstellung im Münchner Gewerkschaftshaus, organisiert vom Verband Bildender Künstler in Ver.di, für die ich diesen Holzschnitt entworfen habe. Es ist der größte, den ich in meinem bisherigen Leben gemacht habe: 126 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit.
Formal spiele ich mit Typografie und einem arbeitenden (?) Menschen, der mit der Bettelschale herumgeht. Das Wort "Mindestlohn" habe ich in missverständlich so getrennt, dass ein Sinn herauskommt. Es geht um "Mind", also den Gedanken, die Erkenntnis, das Bewußtsein. Und um den Lohn dieses Gedanken. Vielleicht ist auch das Nachdenken über den Lohn der Arbeit das, was dahinter steht. Der Druck soll zum Nachdenken über Begrifflichkeiten anregen.
Meine Inspiration bekam ich von einem Holzschnitt von HAP Grieshaber zur Bundestagswahl 1972 ("Ich bin Demokrat"), auf dem unter anderem eine SPD-Fahne zu sehen ist - was ich dann schon sehr putzig fand ...
Nachtrag: Verdi München hat den Druck auf Stoff inzwischen angekauft.
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Monday, January 25. 2010
 Das Rezept für einen Mondrian-Kuchen, zu finden bei Feastingonarts:
Biskuitteig in Streifen schneiden, mit Lebensmittelfarben einfärben und mit Schokoladenglasur zusammenkleben. In Scheiben schneiden und auf weiße Teller drapieren. Das Ergebnis:
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Sunday, January 10. 2010
 Fast zwei Wochen war ich über Sylvester it meiner Liebsten in der Türkei in Urlaub. Während es hier Minusgrade hatte, aalten wir uns bei über 20 Grad am Pool. Alanya - Du hast es besser.
In dieser Zeit sind vier Linolschnitte entstanden. Drei von meinem neuen Projekt - einem Kalender zum Thema "Arbeitswelt". Doch davon später. Und dieses hier, weil der Urlaub zu zweit doch schon sehr schön war, deswegen diese Liebeserklärung an Gerti.
An meinem letzten Urlaubstag, zurück im kalten München, habe ich den Schnitt angedruckt - auf handgeschöpftes Papier, das mir Franz Thaler von der ehemaligen MD Dachauer Papierfabrik geschenkt hat. Es ist sehr saugfähig, da kommen die Drucke bei diesem sehr kontrastreichen Druck sehr schön.
Linolschnitt auf Papier, DIN-A5, Künstlerdruck, handsigniert und nummeriert, 10 Exemplare, 75 Euro
Wednesday, November 4. 2009
Dieser Linolschnitt schließt sowohl thematisch als auch formal an den Holzschnitt Mindestlohn ("Mind-est-lohn HAP SPD") an, den ich vor einiger Zeit geschnitten habe.
Beide Schnitte sind auf Stoff gedruckt - "Mindestlohn" lief monatelang in einer Gewerkschaftsausstellung durch verschiedene bayerische Städte. Inzwischen bin ich sehr stolz, sagen zu können, dass der Landesbezirk Bayern von Verdi den Druck angekauft hat. Er hängt nun in München im Gewerkschaftshaus.
"Internet-Wirtschaft" setzt sich mit den Veränderungen auseinander, den die Gruppe der Lohnabhängigen unterworfen ist. Da gibt es die Malocher. Da gibt es die Arbeitslosen, Bier trinkend in den Straßen-Schenken. Da gibt es die kaum zu sehenden Illegalen und auch die Faulen. Und es gibt die Mac-Bewehrten** Überflieger, deren Arbeitsleben in einem anderen Taktschlag verläuft, und die sich dennoch nicht lösen können. Die Überwachung gibt es auch - durchgeführt natürlich ebenfalls von tariflich bezahlten Arbeitnehmern - nicht erst seit der Spitzeaffären bei Deutscher Bahn und Telekom ein Thema.
Für diesen Schnitt habe ich mir eine neue große fette Rolle Zeichenpapier kaufen müssen - ich hatte schlicht nichts, auf das ich meine Testausdrucke hätte machen können - so gross ist der Schnitt geworden. Mit 200 mal 100 Zentimeter ist dieser Maloch (oder Moloch?) mein bislang größtes Werk. Er lag wochenlang bei mir zuhause in meinem Zimmer auf dem Fussboden. Man kann also sagen, ich habe diesen Druck bewohnt.... Aber dazu ist Linoleum ja auch da.
Internet-Wirtschaft: Schöne neue Arbeitswelt, Linolschnitt auf Leinwand, auf Keilrahmen gespannt, 200 x 100 Zentimeter, 950 Euro
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Monday, September 28. 2009
  Ich habe gelernt: Es gibt zwei Sorten von Linoleum. Die eine Sorte gibts im Kunstladen (und bei den Linoleum-Herstellern). Die ist ziemlich dick und relativ weich. Und dann gibt es die harte Sorte, die eigentlich ausschließlich für strapazierfähige Fußbodenbeläge fabriziert wird.
Aus letzterer habe ich meinen aktuellen Linolschnitt gemacht. Bin froh, dass es sich nur um ein paar Linien gehandelt hat - denn er ist in der Tat sehr schwer zu schneiden, scheint aber auch nicht so leicht kaputt zu gehen, wenn man ein paar Drucke gemacht hat (das weiche Linoleum bröselt relativ schnell, wenn man nicht sehr flach schneidet).
Weiteres Problem: Das DIN-A-Stück, dass ich für diesen Schnitt hatte, war kohlrabenschwarz. so dass ich die Schnitte eigentlich überhaupt nicht gesehen habe. Ich habe mir dann mit Tafelkreide geholfen, die ich in die Schnitte hinein gerieben habe - da konnte ich wenigstens irgend etwas sehen ....
 Inhaltlich ist das eine Neuauflage eines alten Linolschnitts, den ich vor ein paar Jahren schon mal gemacht habe. Liegender Akt stammt immerhin schon aus dem Jahr 2006. Die neue Version gefällt mir besser, weil sie noch mehr reduziert ist - wie im Vergleich zu sehen ist.
"Akt von unten", Linolschnitt auf Papier, 29x21 Zentimeter, handgedruckt, signiert und nummeriert (30 Exemplare); 75 Euro
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