der nackte mensch linolschnitt

der nackte mensch linolschnitt

Das Thema heisst nicht nur Bodyscanner. Der Einzelne: ausgeliefert, ausgegrenzt, ausgebeutet – oder: entkleidet von Unterordnung, Bevormundung und Zwang?

So lautete das Thema der Ausstellung im Kunst-Pavillon München 2009, für den ich diesen Linolschnitt gemacht habe.

Die Testversion in 30x15cm

Die Testversion in 30x15cm

Nie war der Mensch nackter als heute: Kaum mit einem Hemd bekleidet landet er als Flüchtling auf dem europäischen Kontinent. Und die, die schon da sind, werden ausgezogen, unter den Nacktscanner gestellt, mit biometrischen Techniken und Hartz-IV-Kontrolleuren entblößt. Gleichzeitig sind die Chancen für die Emanzipation des Einzelnen von dem Korsett gesellschaftlicher Unterordnung so groß wie noch nie in
der Geschichte. Die Ausstellung „Der nackte Mensch“ im Kunstpavillion München arbeitet diesen dialektischen Gegensatz künstlerisch auf. Ich habe dazu einen Linolschnitt gemacht – erst einen Entwurf, dann das Original.

Das Original ist jetzt sehr viel grösser als die 30 x 15 Zentimeter, die dieser Drei-Farben-Schnitt gross sind. Nämlich 2 x 1 Meter.
Linolschnitt auf Leinwand, Einzelstück, 2000×1000 cm, 500 Euro

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