

“Arm und Reich” wird die Ausstellung heißen, die im November im Münchner Kunstpavillion im Alten Botanischen Garten stattfinden wird, organisiert vom VVK Verdi Bildende Künstler. Beide sind jeweils 126 Zentimeter hoch und 60 Zentimeter breit.
Die beiden Holzschnitte “Mindestlohn” und “Maxiprofit” zeigen jeweils exemplarisch einen Akteur des aktuellen Wirtschaftslebens. Sie hängen Rücken an Rücke, weil sie zwei Seiten einer Medaille bilden: Je reicher die einen werden, um so mehr Menschen müssen im Niedriglohnsegment arbeiten. Die Bilder sind drehbar aufgehängt – denn je nach Perspektive steht ein anderer Aspekt im Vordergrund.
Formal spiele ich mit Typografie und arbeitenden Menschen, die mit Bettelschale beziehungsweise herum gehen. Die Worte “Mindestlohn” und “Paxiprofit” habe ich in missverständlich so getrennt, dass ein Sinn herauskommt. Es geht um “Mind”, also den Gedanken, die Erkenntnis, das Bewußtsein. Und um den Lohn dieses Gedanken. Vielleicht ist auch das Nachdenken über den Lohn der Arbeit das, was dahinter steht.
“Maxi” und “Fit” – Optimierung und Selbstoptimierung stecken im zweiten Druck. Ob es sich hier um einen Täter oder um ein Opfer handelt in unserem Wirtschaftssystem ist bewusst offen gehalten. Beide Drucke sollen zum Nachdenken über Begrifflichkeiten anregen.
Papier auf Keilrahmen, jeweils 200 Euro
